Arbeiten zur Entschlammung des Steinhuder Meers gehen voran

 

Im Nachgang zu der von der Landtagsabgeordneten Wiebke Osigus organisierten Veranstaltung „Entwicklungsperspektiven für das Steinhuder Meer“ hat die SPD-Politikerin gemeinsam mit dem kommunalpolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Bernd Lynack, das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser besucht.

Im Gespräch mit der Landesbeauftragten Heike Fliess und dem Dezernatsleiter der Domänenverwaltung, Dr. Conrad Ludewig informierten sich die beiden SPD-Landtagsabgeordneten über den Fortschritt der Entschlammungsarbeiten rund um das Steinhuder Meer.

Laut Dezernatsleiter Dr. Ludewig reichen die Schlammentnahmen aus dem Steinhuder Meer bis in das Jahr 1980 zurück. Insgesamt wurden seitdem mehr als 800.000 m³ Schlamm beziehungsweise Sand entnommen, wobei für die aktuelle Entschlammung an den markantesten Punkten an Nord- und Südufer eine weitere Schlammentnahme von ca. 70.000-100.000 m³ geplant ist. Je nach Witterungsverlauf sollen die aktuellen Arbeiten bis Ende März abgeschlossen werden.

Mit den begonnenen Arbeiten zur Entschlammung wird laut dem Amt für regionale Landesentwicklung dafür gesorgt, dass der aktuelle Status Quo gehalten werden kann und somit dem stetigen Verlandungsprozess des Steinhuder Meers etwas entgegengesetzt wird. Damit wolle man sicherstellen, dass der Binnensee auch weiterhin für Fischer, Sportler und Touristen nutzbar bleibt.

Osigus nutzte das gemeinsame Gespräch, um auch über die notwendigen finanziellen Mittel und einen möglichen Bedarf an weiteren Investitionen zu reden. Aktuell stellt das Land pro Jahr 550.000 Euro für die Entschlammung an sich und damit verbundene weitere Tätigkeiten Dritter, beispielweise Ingenieursdienstleistungen, zur Verfügung. Für das Ziel der Status-Quo-Erhaltung sind die zur Verfügung gestellten Mittel bisher ausreichend. Sollte allerdings in Zukunft der Wille bestehen größere Mengen Schlamm zu entnehmen, müssten dementsprechend auch die Finanzmittel anwachsen. Darüber hinaus besteht zudem eine Nachfrage nach zusätzlichem Polderraum für den mittelfristigen Bedarf.

„Der Naturpark Steinhuder Meer ist aufgrund seiner vielfältigen Landschaften und Lebensräume für den Arten- und Biotopschutz von zentraler Bedeutung. Mit seinen vielfältigen Erholungs- und Wassersportmöglichkeiten ist er nicht nur ein touristisches Aushängeschild, sondern auch ein zentraler Wirtschaftsfaktor für die Region um die Städte Neustadt und Wunstorf. Das zuständige Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser und hier im Besonderen die Domänenverwaltung leisten bei der Verwaltung und Unterhaltung des Gewässers im Sinne der Menschen und zum Erhalt der Flora und Fauna hervorragende Arbeit, die es auch in Zukunft unbedingt zu unterstützen gilt“, so die SPD-Politikerin.