SPD schlägt Programm für bezahlbares Wohnen vor

 

Mit dem Vorschlag eines Wohnbauförderprogramms geht die SPD in die Haushaltsklausur der Mehrheitsgruppe im November. "Wir brauchen eine Förderung speziell für bezahlbaren Mietwohnungsbau," so der Vorsitzende des Wunstorfer Ortsvereins, Torben Klant.

Aufbauen soll das Programm auf der Wohnbauinitiative der Region Hannover. Diese beinhaltet neben der Förderung von Bauträgern auch eine Prämie, die an die Kommunen direkt ausbezahlt wird. Für diese wird jede neu entstandene Wohneinheiten des jeweiligen Vorjahres gezählt und dann mit einer Prämie honoriert. Für geschaffene Wohneinheiten im Mehrfamilienhaus ab drei Einheiten gibt es von der Region pro Wohnung 5.500 Euro, für Wohnraum im Ein- oder Zweifamilienhaus 1.500 Euro. Wohnungen mit Mietpreisbindung durch Belegrechte werden zusätzlich mit 3.000 gefördert. Klant: "Das von der Region gezahlte Geld wollen wir in ein Wunstorfer Wohnbauförderprogramm stecken, damit mehr bezahlbarer Wohnraum entsteht und sich der Wohnungsmarkt in Wunstorf dadurch mehr entspannt." Problem in Wunstorf sei, dass in der jüngeren Vergangenheit zwar Wohnraum geschaffen wurde, der jedoch überwiegend im hochpreisigen Segment anzusiedeln sei. Nach Ansicht der SPD habe sich der erwartete Effekt, dass Menschen umziehen und günstiger Wohnraum frei wird, nicht im erhofften Maß eingesetzt. Es fehle in Wunstorf an Wohnungen, die bezahlbar für mittlere und niedrige Einkommen sind. Hierzu sollen zum einen die Förderung und die Prämie der Region neue Anreize schaffen, aber auch vor Ort müsse etwas getan werden. Die SPD habe dazu ein eigenes Konzept erstellt, das eine gestaffelte Förderung von Wohnungen vorsieht, wenn diese eine Mietpreisbindung vorweisen. Dieses Konzept soll auf der gemeinsamen Haushaltsklausur von SPD, Grünen und FDP diskutiert werden. "Wir wollen mit dem Konzept Wunstorf im Wohnungsbau deutlich voranbringen. Damit setzen wir eine unserer Kernforderungen um." so Klant abschließend.