Abgeordnete fordern transparentes und faires Verfahren

 

Caren Marks (MdB), Wiebke Osigus (MdL) und Kirsten Riedel (Stadtrat) treffen den K+S Betriebsrat

 

Zu einem Gespräch mit Annegret Brandes und Daniela Bratke vom Betriebsrat des Bokeloher K+S Werks Sigmundshall trafen sich die Bundestagsabgeordnete Caren Marks (SPD) und die Landtagsabgeordnete Wiebke Osigus (SPD) in Steinhude, begleitet von der Wunstorfer SPD-Fraktionsvorsitzenden Kirsten Riedel. Zuvor hatte sich bereits die Schaumburger Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers (SPD) mit Betriebsratsvertretern getroffen.

 

Die Abgeordneten informierten sich über den aktuellen Stand der allgemeinen Lage sowie auch der Sozialplanverhandlungen. K+S hatte im November letzten Jahres die Schließung des Werks bis Ende 2018 verkündet - eine schlechte Nachricht für die Mitarbeiter und den Betriebsrat, denn bisher war man von einer Förderung bis Ende 2021 ausgegangen. Marks hatte sich Ende letzten Jahres mit Vertretern von K+S in Berlin getroffen, um sich über die geplante Abwicklung zu informieren. Nun zeigt sie sich irritiert: "Mir war versichert worden, dass es sozialverträgliche Lösungen für alle Mitarbeiter geben werde. Dies scheint jedoch nicht der Fall zu sein". Diese Einschätzung wurde von den Betriebsratsvertreterinnen bestätigt, die sich insbesondere über die fehlenden Informationen seitens der Geschäftsführung beklagten. Der Betriebsrat fordere seit Monaten ein Gesamtkonzept und einen fairen Umgang mit den Mitarbeitern, welche seitens des Arbeitgebers immer noch im Unklaren schweben sowie einen zügigen Abschluss eines Sozialplans. Nur so sei ein fairer Interessenausgleich für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich, für den man sich mit aller Kraft einsetze. K+S setze stattdessen auf nicht transparente Lösungen. Zugesagte Gespräche haben nicht stattgefunden Die Belegschaft sei extrem verunsichert. Dies konnte Wiebke Osigus bestätigen, die sich kürzlich mit Werksangehörigen getroffen hatte. "Es fehlt ganz offensichtlich an einem transparenten Verfahren. Das geht nicht. Die Lebensplanungen vieler Familien hängen daran." Die Abgeordneten zeigten sich enttäuscht: "Ein Unternehmen mit einer so langen Tradition am Standort Bokeloh sollte sich gegenüber seinen langjährigen Mitarbeitern verantwortungsvoll und fair verhalten". Annegret Brandes berichtete, dass trotz aller Bemühungen keine Einigung über einen Sozialplan erzielt werden konnte und nun die Einigungsstelle angerufen wurde. Es sind zunächst zwei Verhandlungstermine festgelegt. Sollten sich die Parteien nicht einigen können, gilt der Spruch der Einigungsstelle. Dieser Spruch ist für beide Parteien verbindlich!